GEWO 2007: Im Gespräch mit Gott

Eine Sommergewo! Danach hatte man in frostigen Februaren vergangener Jahre gesehnt, wenn eisiger Wind durch die Gemeindehallen zog. Für 110 Jugendliche war die GEWO 2007 im August nicht mehr Zufluchtsort vor Winterkälte, sondern Spaßzentrum mit Urlaubsflair.

Löwenzahn statt Eisblumen

Durch den „Sommer“ erhielt die Woche eine noch hellere Grundstimmung als in den Jahren zuvor. Draußen sitzen, Bratwürste grillen und ohne Wintersocken spazieren gehen war problemlos möglich. Auch die üppigen Gemeindekuchen schmeckten bei Sonnen- und Mondschein noch viel besser. Darüber hinaus machte sich die GEWO zum 25. Geburtstag selbst ein himmelblaues Sommergeschenk: einen Schwimmingpool. Damit wurden erstmals hartmut- und ulla-übergreifende Wasserschlachten möglich. Alle Teilnehmer sind dabei dankbar für Bewahrung. So konnte man eines Nachts zwar zwei leblose Körper im Mondlicht auf dem Wasser treiben sehen, dabei handelte es sich jedoch lediglich um einen nächtlichen Wettbewerb im Luftanhalten.

Gebet und Competition

Das Thema der GEWO – Gebet: Im Gespräch mit Gott – wurde anhand verschiedener biblischer Geschichten beleuchtet. Die Erlebnisse von Mose, Hanna, Nehemia und anderen zeigten Neulingen und alteingesessenen Gemeindekindern Kraft und Sinn von Gebet in verschiedenen Lebenssituationen. Ehepaar Ursula und Klaus Müller berichteten am Personality-Abend von nicht minder abenteuerreichen Erlebnissen auf dem Missionsschiff Doulos. Die krassen Lebensgeschichten zeigten die lebensverändernde Wirkung von Gebet aus nächster Nähe. Auch im Gemeindegebäude war Gebet allgegenwärtig: Gelbe Notizzettel mit Anliegen der Jugendlichen waren überall angebracht.

Neu war auf dieser GEWO auch ein wochenübergreifender Wettstreit. Zusätzlich zur traditionellen Jungs versus Mädchen Opposition wurden alle Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt: „Gabi and Friends“ und „Gummispackenbande“. Der Streit zwischen beiden Parteien geht auf eine Fehde zwischen den Herzögen Gabrielle Ses Amie Magnifique und Jacques de Flúmis des Spacques sans Exupery zu Beginn des 15. Jahrhunderts zurück. Um wertvolle Siegpunkte und am Ende Kinogutscheine zu erringen, konnte sich in diversen Spielen und Herausforderungen gemessen werden, die dieses Jahr das Konzept der vereinzelten Kreativworkshops ersetzten. Zu den Herausforderungen gehörte u.a. ein größeres Geländespiel auf dem Seltersweg, das Ordentlichhalten der Schlafräume und Farbtage, bei denen die Mannschaft gewann, die mehr Kleidungsstücke in einer Farbe trug. So wirkte die GEWO teilweise wie ein Kongress der Bagwhan-Sekte (orange), der Barbiepuppen-Fans (pink) oder frommer Neo-Hippies (bunt, d.h. 8 Farben oder mehr).

Lobpreisbands und Musikantenstadl

Nach einigen bewegten Monaten im großen Gemeindesaal ist der D16 nach den Sommerferien in den Raum D11 zurückgekehrt. In dem gemütlichen, lauten und vor allem gewohnten Raum kam dann auch schnell eine Stimmung auf, die im großen Saal verhallt wäre. Die Bands gaben nachwievor alles, auch am offenen Abend mit insgesamt 170 Besuchern. Die Freude am Lobpreis macht bei den meisten Besuchern einen großen Teil des GEWO-Erlebnisses aus, auch wenn der sonntägliche Gähn-Gröhl-Lied-Beitrag der Jugendlichen zum Gottesdienst nicht unbedingt darauf schließen lässt. Um den Schlafentzug in Grenzen zu halten, war dieses Jahr die Schlafenszeit im Vergleich zum Vorjahr um eine Stunde vorverlegt worden.

Sehr energiereich auch der Samstag: Volksmusi und Schunkelabend. Der Raum war auf bayerische Art dekoriert worden, mit Alpenpanoramablock, Stroh und weissblauen Bierzeltgarnituren. Mit dabei waren die Moderatoren Marianne und Michael (Isabel und Fred), die Kellnerin Resi (Svenja), Florian Silbereisen (Matti) und Heidi (Katrin) persönlich. Anwalt und Notar Rainer Weinheimer (Stefan) passte auf und ritt so manchen Paragrafen. Die allesamt in Dirndl, Lederhosn und anderen bayerischen Trachten eingejodelten Jugendlichen mussten zunächst in den Kleingruppen Klassiker der Volksmusik auf der Bühne performen. Danach galt es kunstvoll eine Holzziege zu melden, Baumstämme durchzusägen, und Zeichentrickvideos simultan nachzuvertonen. Zwischendurch konnte am Buffet frische Weißwurst getankt und neue Schunkelenergie gesammelt werden. Der Abend endete mit Tanz bei erträglicherer Musik im Bistro.

Federkern und Daunenhauen

Bei der jährlichen Kissenschlacht brandeten ca. 30 Jungs gegen 80 Mädchen an. Während die Predigt des Abends noch von den ehernen und hölzernen Idolen des neutestamentlichen Athens berichtete, türmten die Jungs gegen Mitternacht sehr unbeständige, schaumstofferne Götzenbilder aus den Matratzen der Mädchen auf. Auch die traditionelle Heul-Jammer-Prügel-Strategie der federgewichtigen Besitzerinnen vermochte dies nicht zu verhindern. Zur zweiten Halbzeit musste die undurchdringliche Sofa-Balustrade der Jungs sogar freiwillig gelockert werden, damit ein Gegenangriff überhaupt ansetzen konnte. Die Mädchen versohlten trotz ihrer samtigen Schlafanzug-Verpackung die Jungs dann schonungslos und ohne Weichspüler.

So blieb aus der Rückschau betrachtet wieder einmal alles anders. Die GEWO wurde weiter entwickelt, ohne ihre Identität aufzugeben. Vor allem der Sommer und die etwas schlankeren Besucherzahlen taten der Kommunikation und dem Miteinander gut. Die Freude über das Erlebte gibt dem D16 gegenwärtig den nötigen Schwung in den Herbst. Wieder wurden sich neue Gedanken gemacht und alte erneuert und Beziehungen zu Gott und Mensch vertieft.

Martin

Flash ist Pflicht!

Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*


*
27.11.2011 - 14:13 h
verdammt, warum ist das video weg???? Hat das noch jemand? Könnte mir das jemand zukommen lassen? Wäre echt super lieb
Diesen Kommentar melden
01.03.2009 - 17:59 h
Oh man, da kommen Erinnerungen wieder hoch. Meine erste Gewo und auch meine beste. :) War super toll!
Diesen Kommentar melden