
Noch mehr Infos, Bilder und Videos von der GEWO 2010 gibt's im GEWO blog!
130 Jugendliche stürmten am Sonntag den 22. August das Jugendzentrum unserer Gemeinde. Man konnte sich kaum retten vor Koffern, Matratzen und Kopfkissen, die (noch) ruhig auf ihre Besitzer warteten. Endlich ging es los! Ewig – Monate-, wochen- und zum Schluss tagelang hatten wir auf diesen Tag gewartet: Die GEWO 2010 begann.
Erst einmal taten wir uns etwas schwer, unsere Schlafräume zu finden, waren die doch nach Geschäften benannt, passend zum diesjährigen Thema. „H&M“, „Peek & Cloppenburg“ und „THE STING“ waren da zu finden. Auch die restlichen Räume konnten sich sehen lassen, eine Umkleidekabine war aufgebaut und im Laufe der Woche mit Unterschriften, Grüßen und Sprüchen beschrieben. Kleiderbügel, wohin man blickte und natürlich die neu gestaltete Bühne.
Doch endlich den Bestimmungsort gefunden, hatte man direkt die Möglichkeit, die Mädels bzw. Jungs seiner Klikke kennen zu lernen. Denn damit niemand auf der GEWO verloren ging und man schnell neue Freunde finden konnte, waren alle Teilnehmer in Kleingruppen eingeteilt, in denen wir morgens zusammen frühstückten und abends den Tag mit Austausch und Gebet beendeten.
Das Thema der GEWO lautete „Umkleidekabine – Zeit für Veränderung“. Tobias Lenhard und seine Frau Meike waren dieses Jahr mit ihrem kleinen Sohn Tiago aus Siegen angereist, um uns tatkräftig zu unterstützen. Jeden Abend brachte uns Tobi, neben guter Musik, Theater und Videos, einen anderen Aspekt des Themas „Veränderung“ näher. Außerdem ließ er es sich auch nicht nehmen, die Jungs kräftig bei Kissenschlachten zu unterstützen. Gleich am Sonntagnachmittag forderte Tobi uns dazu heraus, die Entscheidung zu treffen, Veränderung in unserem Leben zu zulassen und dies an Gott abzugeben. Wer diese Entscheidung getroffen hatte, legte den Grundstein für den Rest der Woche und hatte die Möglichkeit, wirklich Veränderung mit und durch Gott zu erleben.
Jeden Tag stellten wir uns einer Aufgabe, die Tobi uns abends erklärte. Wir schauten in den „Kleiderschrank“ und räumten mit Jesus zusammen unser Inneres auf. Dafür schrieben wir jeden Tag Tagebuch: „Was habe ich erlebt?“, „Wo habe ich mich falsch verhalten und sollte ich mich entschuldigen?“, „Wofür kann ich mich heute bedanken?“
Mit der Bibel an unserer Seite sind wir bereit für alle Aufgaben unseres Lebens (nach 2. Tim. 3,17). Und genau aus diesem Grund waren wir ermutigt, Bibel zu lesen und als weitere Aufgabe, einen Bibelvers auswendig zu lernen. Wie durch ein Wunder wurden am darauffolgenden Tag leere Wasserflaschen durch volle ersetzt, der Eistee aufgefüllt und Teller für das Abendessen gedeckt, ohne dass die zuständige Klikke einen Finger rühren brauchte. Möglich war das alles durch eine weitere Aufgabe, die mit den Fragen zusammen hing: „Bin ich darauf aus bei Menschen gut anzukommen oder geht es mir um Gott?“, „Aus welcher Motivation tun wir gute Dinge?“ – Wir stellten uns der Herausforderung, uns aus der Abhängigkeit von anderen zu lösen und neu auf Gottes Urteil Wert zu legen! Dazu taten wir innerhalb von 24 Stunden möglichst oft anonym etwas Gutes.
Inmitten des ganzen GEWO-Trubels legte uns Tobi am nächsten Abend nah, wie gut stille Momente tun. Sich einfach mal 10 Minuten aus dem Stress des Alltags ausklinken und zur Ruhe kommen, empfahl er uns.
„Lass anderen den Vortritt“, war das herausfordernde Thema am Donnerstag. Wir stellten uns ihm und versuchten, den eigenen Stolz zu überwinden und anderen in Demut zu dienen. (Toilettenputzen bot sich da sehr an).
Ein Höhepunkt jagte den nächsten und nun war der Freitagabend gekommen. Dazu hatten die meisten von uns Freunde eingeladen, die nicht auf die GEWO gekommen waren. Zu dem Thema „Da ist ein Fleck“ fragten wir uns: „Wo sind Flecken in meinem Leben?“ und stellten uns mit unseren Antworten vor Jesus. Mit ihm haben wir einen lebenslangen Waschgang in uns und dürfen uns sicher sein, dass er alle Flecken entfernt.
Die GEWO rückte langsam ihrem Ende entgegen und wir mussten Samstagmorgen schon wieder an zuhause und die nächste Woche denken. Deshalb konnte auch jeder für sich entscheiden: Welche Aufgaben nehme ich mit in die nächsten vier Wochen? Womit möchte ich mich beschäftigen?
Natürlich hatte die GEWO noch mehr zu bieten! Da kommen Erinnerungen an einen Dschungel im Bad hoch, den die Mädels eines Morgens entdeckten, nachdem sie schon mit einem Bibelwort begrüßt worden waren, in dem verdächtig häufig das Wort „Heuschrecken“ vorgekommen war. Die Rache ließ natürlich nicht auf sich warten. So fanden die Jungs nach der nächsten Nacht eine feucht-schleimige Schnecken-Plage in ihrem Bad vor. Das alles waren natürlich nur die Vorwarnungen für die nächtlichen Kissenschlachten, die dann folgten.
Nicht nur nachts, nein auch nachmittags hatten wir eine Menge Spaß. Endlich Schule, Arbeit oder Uni hinter uns gebracht, erwarteten uns Fußball, Ultimate Frisbee und Klikkenaktionen, die sich sehen lassen konnten. Der Pool wurde bei dem schönen Wetter der ersten Tage natürlich auch gründlich genutzt, ob freiwillig oder auch nicht.
Mit dem Bus ging es am Samstag auf den Frankfurter Flughafen. In Agentengruppen eingeteilt, wurden ab 12.30 Uhr alle Nicht-Gruppenmitglieder zu Feinden und man musste ganz genau aufpassen, sich ja nicht fotografieren zu lassen. Mit der Gruppe herumirrend, versuchten wir dann unsere Informanten rechtzeitig zu erwischen und das wichtige Informationsmaterial zu ergattern. Kaum wieder in der Gemeinde angekommen, ging es auch schon weiter ins Land der aufgehenden Sonne. Begrüßt wurde sich nicht mehr mit einfachem „Hallo“, sondern mit einem „Nihao!“ und als normale GEWO-Teilnehmer waren die meisten von uns auch nicht zu erkennen.
Am nächsten Morgen war von all dem kaum mehr etwas zu sehen, man blickte nur in müde aber glückliche Gesichter…
GEWO 2010 – ein voller Erfolg, auch wenn wir uns alle erst einmal richtig ausschlafen mussten.
Noch mehr zu sehen gibt es natürlich auch auf www.d16.de. Auf der Internetplattform facebook konnte man nach der GEWO lesen: "Es war einfach nur geil... vor allem bin ich jetzt richtig MÜDE", "Es war der Hammer!", "GEWO war super!", "... Freu mich schon auf nächstes Jahr."
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