
Noch mehr Infos, Bilder und Videos von der GEWO 2011 gibt's im GEWO blog!
Der Satz „Beginnen wir am Anfang“ hat dieses Jahr gleich noch eine weitere Bedeutung bekommen, denn die GEWO 2011 stand unter dem Thema „Alles auf Anfang“.
124 Jugendliche, sieben Tage, ein Haus und gutes Essen(!). Das Abenteuer konnte losgehen, als am Sonntag viele junge Leute das Jugendzentrum unserer Gemeinde einnahmen und es sich gemütlich machten. Warf man einen Blick in die Zimmer der Jungs und Mädels, bekam man den Eindruck einer WG im ganz großen Stil – und so fühlte sich diese Woche mit Freunden, gutem Essen und vielen guten Denkanstößen, auch an.
Alle Jugendlichen waren in Kleingruppen, unseren „Klikken“ eingeteilt, in denen man zusammen in den Tag startete, neue Freunde finden und Gespräche führen konnte. Jeden Abend trafen wir uns gegen acht Uhr zum gemeinsamen Abendprogramm und auch dort bekamen die Klikken eine besondere Rolle. In den Abend eingebunden, hatten wir die Möglichkeit, uns über die Predigt auszutauschen und uns Fragen, wie z.B. „Wer ist Jesus für mich?“, „Was ist Sünde?“ und „Warum ist Sünde eigentlich schlimm?“, stellen. Wir wurden ganz neu mit dem Fundament unseres Glaubens, Jesus Christus, konfrontiert und haben getestet, ob unsere Beziehung zu ihm wirklich auf festen Grund gebaut ist. Über die ganze Woche haben wir uns neu auf die Suche gemacht und auch mithilfe des GEWO-Heftes, in dem für jeden Tag mehrere Seiten reserviert waren, unsere Gedanken geordnet, Fragen und Antworten festgehalten. Wir duften ganz neu erfahren: Gott gibt uns immer wieder aufs Neue die Chance, „Ja“ zu ihm zu sagen und unsere Fehler einzugestehen. Der Weg zu ihm ist offen durch den Tod seines Sohnes Jesus am Kreuz. Dieses Versprechen, das Gott uns gibt, durften wir uns jeden Abend neu bewusst machen, denn in unserem diesjährigen GEWO-Lied hieß es unter anderem: „Ich fang von vorne an, denn du gibst mir die Chance! Egal, was vorher war, du, Gott, bist für mich da!“. Apropos Musik: Dieses Jahr sorgte Zukunftsmusik, unsere Band, auch wieder für gute Stimmung und Worship und vor allem auch für das GEWOLied, das uns durch die Woche begleitete und die Gedanken ausdrückte, die viele von uns beschäftigten.
Doch nach Abend kommt folglich auch wieder ein Morgen, was uns zu den unangenehmen Dingen der GEWO führt: Schule, Uni und Arbeit. Müde Gesichter traf man dann morgens nach einer halben Stunde GEWO-Radio, das uns mit den Wunschliedern der GEWOTeilnehmer in den Tag starten lies, beim Frühstücken an. Frische Brötchen waren dieses Jahr besonders angesagt. Doch obwohl sich danach niemand gerne auf den Weg machte, ließ der Gedanke, dass man mittags wieder „zuhause“ sein würde, die Zeit viel schneller verfliegen. Und auch die Nachmittage hatten etwas zu bieten: Freitag-und Montagnachmittag hatten wir Klikkenzeiten, in denen viel gegessen, geredet und gelacht wurde. Weiße Gesichter, dunkle, helle, rote, grüne (ok, soweit kam es zum Glück nicht…) Haare und weiche Hände traf man nach dem Beautynachmittag am Dienstag an, der, entgegen aller Erwartungen, besonders bei den männlichen Teilnehmern der GEWO Anklang fand. Auch an den anderen Tagen wurde es nicht langweilig: Pool, Volleyball und Kuchen hielten uns immer aufs Neue beschäftigt.
Doch weshalb reden wir hier eigentlich die ganze Zeit nur von „Tag“? Die Nächte hatten doch noch viel mehr zu bieten. Denn obwohl die GEWO generell nicht viel Schlaf bietet, ließen es sich einige Teilnehmer nicht nehmen, sich ihre Nächte um die Ohren zu schlagen, um Streiche zu planen und auszuführen. So konnte man an einem Morgen in dem Mädchenbad folgendes Lesen: „Wollt ihr ins Märchenlandreisen, so müsst ihr schlafen wie die Dornröschen und euch nicht nachts in den Fluren herumtreiben. Eure Prinzen“ - was wohl als Antwort auf die vorherige Nacht zu verstehen war. Das Ganze artete schließlich Freitag in einer Kissenschlacht aus, in der man neidlos die männliche Partei als Gewinner ansehen musste.
Die GEWO neigte sich dem Ende zu, Freitag mussten wir ein letztes Mal früh aufstehen, um nach einem anstrengenden Morgen in der Schule, dem Wochenende entgegenzublicken. Viele sahen besonders dem Freitagabend mit besonderer Vorfreude entgegen, denn dort fand, wie jedes Jahr, der „Offene Abend“ statt. Jeder hatte über die Woche die Möglichkeit, Freunde mit Flyern einzuladen, um diesen dann freitags zu zeigen, wo man die ganze Woche verbracht hatte. Der Abend stand unter dem Thema „What the CHRIST?“ Vorurteile über Christen gibt es überall und an diesem Abend galt es, einige von ihnen zu klären und besonders unseren nichtchristlichen Freunden eine Tür zu Jesus zu öffnen und Verständnis für das Leben eines Christen mitzugeben. Bei Kuchen, Tischtennis und Billard, oder auch guten Gesprächen in unserer Lounge, hatten schließlich alle noch die Möglichkeit, den Abend ausklingen zu lassen.
Samstag, in aller Frische, ging es weiter mit einem Geländespiel, das sich gemäß dem Abendprogramm, um das Thema Mittelalter drehte. In kleine Gruppen aufgeteilt, mussten alle GEWO-Teilnehmer ihr Bestes geben, um schließlich die Prinzessin aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Dabei war nicht nur Köpfchen, sondern unter anderem auch musikalisches Talent und Kreativität gefragt. Samstagabend - „Es waren einmal vier Herzogtümer, welche sich Aquitanien, Orleans, Montpesier und, Castillon nannten…“ – Mit passender Verkleidung, Dekoration und Essen, konnte der Kampf zwischen den Herzogtümern um das Vertrauen des Königs „Fronk Reich“ beginnen. Schlachtrufe, Freudengeschrei und enttäuschte Ausrufe konnte man an diesem Abend durch das Jugendzentrum klingen hören. Die Nacht wurde kurz und der nächste Morgen kam schnell.
Zum Abschluss der GEWO stellten wir uns alle ganz neu den Fragen: „Wie geht es weiter mit mir und Jesus? Glaube ich, dass er Gottes Sohn und für mich gestorben und auferstanden ist? Glaube ich, dass ich Sünder bin und ihn brauche, um einen Weg zu Gott zu finden?“ In der Hoffnung, dass alle Teilnehmer der GEWO viele gute Impulse mitnehmen konnten, endete die GEWO am Sonntag nach frühmorgendlichen Putzaktionen mit einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst. Auch wenn die Freude auf das eigene Bett und eine Dusche, ohne vorheriges stundenlanges Anstehen, groß war, sah man gegen zwölf Uhr viele betrübte Gesichter, die sich mit Schlafsäcken, Matratzen und vielen neuen Eindrücken beladen, auf den Nachhauseweg machten.
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